Preisträger 2019

„Initiative Faires Handwerk“

Felix Diemerling
Vorstand Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Felix Diemerling

Vorstand Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main ist für ihre „Initiative Faires Handwerk“ mit dem Dr. Murjahn-Förderpreis 2019 ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte das Engagement für faire Arbeitsbedingungen. Ziel der Initiative ist es, Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu verhindern, Transparenz und Rechtssicherheit für die Kunden zu schaffen sowie Arbeitsplätze zu erhalten. Die Innung vertritt in Frankfurt, Darmstadt und Offenbach über 230 Mitglieder und ist eine der mitgliederstärksten Innungen. Die ausgezeichnete Initiative ist „keine, die am Schreibtisch kreiert wurde. Vielmehr haben die Nöte der Betriebe haben dazu geführt, dass sich zahlreiche Firmen zusammengesetzt und über viele Jahre zu diesem Handeln entschlossen haben“, so Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. 41 Mitgliedsfirmen der Innung nehmen an dieser Initiative bereits teil und haben eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung abgegeben. Der Vorbildcharakter spiegelt sich auch darin wider, dass bereits weitere Innungen wie die Malerinnungen Düsseldorf und Lahn-Dill sich angeschlossen und viele weitere Innungen ihr Interesse bekundet haben

Preisträger 2019

„m’sCepp Wallart“

Claus Schmidtke
Malermeister

Claus Schmidtke

Malermeister

„Von der ersten Idee bis zum Endprodukt war so manche Hürde zu überwinden“, erzählt Malermeister Claus Schmidtke vom Malerfachbetrieb Albert Schramm in Schwarzenberg (Sachsen). Dass er sich dabei von der einen oder anderen skeptischen Stimme nicht entmutigen ließ, wurde jetzt mit dem Dr. Murjahn-Förderpreis gewürdigt. Claus Schmidtke entspricht dem Anliegen nach individuellen Wandoberflächen durch moderne Lasertechnik. Handelsübliche Vliesrohtapeten erhalten durch eine zum Patent angemeldete Gravurtechnik eine individuelle Note, das Zusammenspiel von Gravur und Licht spiegelt die Philosophie der Kunden wider – gerade auch im Hinblick auf „Corporate Identity“. Vom klassischen Motiv bis zur Umsetzung eigener Ideen erhalten sie Oberflächen mit eigenem Bild, Logo oder anderen Motiven. Claus Schmidtke lässt mittels Lasertechnik „außergewöhnliche Designideen an Wandflächen Wirklichkeit werden. Vom Kunden freiwählbare Motive werden in Vliestapeten graviert, wobei auch kleinste Einheiten realisierbar sind. Somit ist eine völlige Freiheit bei der Umsetzung von Gestaltungsideen gegeben. Die von Claus Schmidtke entwickelte Oberflächentechnik offenbart ein Gespür für neue Gestaltungsideen. Sie ist in ihrer Präzision und Vielgestaltigkeit einzigartig und wurde deshalb nun ausgezeichnet.

Preisträger 2019

„Das Museum – Tradition trifft Zukunft“

Michael Sommersell
Vorsitzender, Verein zur Förderung des Deutschen Maler- und Lackierer-Museums e.V.

Michael Sommersell

Vorsitzender, Verein zur Förderung des Deutschen Maler- und Lackierer-Museums e.V.

Das seit über 30 Jahren bestehende Deutsche Maler- und Lackierer-Museum in Hamburg dokumentiert eine mehr als 800-jährige Historie. Zeitgeschichtliche Dokumente, Gesellen- und Meisterbriefe, Zunftgegenstände und Prüfungsarbeiten verdeutlichen dem Betrachter eindrucksvoll die Arbeitstechniken und Lebensweisen der verschiedenen Malergenerationen. Als Hort des gesammelten Erfahrungswissens des Maler- und Lackierergewerkes kommt dem Museum herausragende Bedeutung zu. Ehrenamtliche Mitarbeiter vermitteln ihre Kenntnisse regelmäßig nachfolgenden Generationen. In Gewerke übergreifenden Projekten schaffen Auszubildende mit alten Werkzeugen sowie modernen Werkstoffen und Gestaltungsideen neue Exponate für „‚ihr“ Museum. „Unser Museum fördert Motivation, Image und die Kreativität“, beschreibt der Vorsitzende des Fördervereins Michael Sommersell verschiedenste Funktionen: „Je mehr der heutige Maler auch von historischen Materialien und Techniken erfährt, desto eher wird er in Kombination zwischen diesen und der heutigen Werkstoff- und Technikwelt kreative Lösungen für seine Beschichtungsprobleme finden und sich so den Veränderungen des Marktgeschehens anpassen können.“ Fachfremde Besucher lernen das facettenreiche Gewerk mit seinen unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten und Schutzfunktionen kennen. Der durch das Museum oftmals ausgelöste Perspektivwechsel fördert somit auch das Image des Malerberufes in einer breiten Öffentlichkeit. Laut Michael Sommersell soll die zukünftige Ausstellungserweiterung im Zuge der Digitalisierung als virtuelles Projekt durchgeführt werden, bei dem Inhalte aus dem Internet mit modernen Medien im Museum erschlossen werden können.

Preisträger 2019

„Wehlage-Life“

Ann-Christin Wehlage
Maler- und Lackiermeisterin, staatlich geprüfte Betriebsmanagerin

Ann-Christin Wehlage

Maler- und Lackiermeisterin, staatlich geprüfte Betriebsmanagerin

Das mit dem Sonderpreis für Jungmaler/innen ausgezeichnete Projekt „Wehlage-Life“ besitzt Vorbildcharakter in punkto Betriebsführung. Auf Initiative von Ann-Christin Wehlage investiert die Firmengruppe Wehlage auf dem Firmengelände im niedersächsischen Lengerich umfangreich in ein Gebäude für die Mitarbeiter, um ein betriebliches Gesundheits- und Schulungsmanagement zu etablieren. Hinter dem Projekt steht die tiefe Überzeugung von Ann-Christin Wehlage, „dass Firmen für die langfristige Bindung und Akquise von Mitarbeitern etwas bieten müssen, um ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen“. Diesem Thema widmete sich die junge Malermeisterin, die sich derzeit auf die zukünftige Leitung des Unternehmens vorbereitet, bereits im Zusammenhang mit ihrer Facharbeit an der Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart. Die von Ann-Christin Wehlage ins Leben gerufene Initiative zielt darauf ab, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, in dem die Mitarbeiter Wertschätzung erfahren und Anerkennung spüren. Bereits in jungen Jahren zeigt sie Empathie, Zuwendung und Aufmerksamkeit für ihre Mitarbeiter im Wissen, dass in weiten Bereichen ein Umdenken stattfinden muss.

Preisträger 2019

„Industrial Wallart: The Steampunk“

Margarita Vulfert
Staatlich geprüfte Gestalterin und Malermeisterin

Margarita Vulfert

Staatlich geprüfte Gestalterin und Malermeisterin

Für Margarita Vulfert hat der Erfolg beim Dr. Murjahn-Förderpreis 2019 eine sehr große Bedeutung: „Ich habe noch nie etwas gewonnen. Der Förderpreis zeigt mir nun, dass es Menschen gibt, die meine Arbeit für besonders halten, was eine Bestätigung für die Richtigkeit meiner Berufswahl ist.“ Die Faszination für den Geist des viktorianischen Zeitalters (1840 bis 1900 als die Industrialisierung begann) hatte sie inspiriert, sich im Rahmen ihrer Meisterprüfung an der Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart intensiv dem Thema „Steampunk“ zu widmen. Sie entdeckte, dass „Steampunk“ (von englisch steam „Dampf“ und am. Punk „mies“, „wertlos“, verselbständigt „Punk“) nicht nur eine phantastische Verbindung aus Science-Fiction und Abenteuerromanen darstellt, sondern zugleich technische Entwicklungen und Designs hervorbrachte. Margarita Vulfert, die für die Farb- und Raumgestaltung Alexander Petruv in Hettingen tätig ist, übersetzte diese Ideen in die Neuzeit und erstellte eine Art Wegweiser durch den Steampunk. In einem Buch beschreibt sie zehn innovative, eigens für das Malerhandwerk entwickelte Werktechniken. Diese Oberflächentechniken und -strukturen stellen eine Innovation dar und eröffnen dem Malerhandwerk ein neues Gestaltungsgenre. Dafür erhielt sie nun den Dr. Murjahn-Förderpreis.

Dieser Preis ist konkreter Ausdruck
meines Dankes an das Malerhandwerk.
Dr. Klaus Murjahn

Dr. Murjahn-Förderpreis

Um die Innovationskraft und Kompetenz des deutschen Maler- und Lackiererhandwerks herauszustellen, wurde der Dr. Murjahn-Förderpreis ins Leben gerufen. Der von Dr. Klaus Murjahn gestiftete Preis ist mit 50.000 € dotiert. Er zeichnet Fachbetriebe, Einzelpersonen oder Bildungseinrichtungen aus, die durch herausragende Leistungen wegweisende Impulse für das gesamte Malerhandwerk liefern.

Partner des Förderpreises ist der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz.

Dr. Murjahn-Förderpreis: Fortsetzung folgt 2021
Nachdem der Dr. Murjahn Förderpreis 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht verliehen werden konnte, sind die Planungen für kommendes Jahr bereits in vollem Gang. Fachbetriebe, Einzelpersonen oder Bildungseinrichtungen aus dem Maler- und Lackiererhandwerk können sich schon jetzt für den Förderpreis 2021 bewerben. Der Dr. Murjahn-Förderpreis, der künftig alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Caparol Architekturpreis „Farbe-Struktur-Oberfläche“ verliehen wird, zeichnet Projekte aus, die wegweisende Impulse für das gesamte Malerhandwerk geben. Der Preis wird unabhängig davon verliehen, welche Materialien der Maler einsetzt oder mit welchem Hersteller er zusammenarbeitet. Bewerbungen sind bis 31. August 2021 möglich.

Die Preisträger 2019 stellen sich vor

Aktuelles

26.11.2019

Beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin werden fünf Preisträger ausgezeichnet.

Mehr

11.12.2018

Beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin werden vier Malermeister ausgezeichnet

Mehr

11.12.2017

Preisträger werden beim Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin ausgezeichnet

Mehr